Vorurteile & Ungleichheiten: Diskriminierung erkennen

Diskriminierung bedeutet, dass manche Menschen oder Gruppen schlechter behandelt werden, nur weil sie zu einer bestimmten Gruppe gehören. Das kann zum Beispiel wegen der Hautfarbe, der Herkunft, dem Geschlecht, der Religion oder anderen Gründen sein, auf die die einzelne Person keinen oder kaum Einfluss hat. Wenn ein Mensch diskriminiert wird, bekommt sie*er oft weniger Chancen oder wird ungerecht behandelt. Zum Beispiel wenn eine Person einen Job nicht bekommt, weil sie ein Kopftuch trägt, oder wenn eine Person ohne Grund von der Polizei durchsucht wird, nur weil sie Schwarz ist.

Diskriminierung reicht von negativen Erfahrungen im Alltag bis zu schweren Fällen von körperlicher Gewalt. Betroffene von Diskriminierung sind ihr in unterschiedlichen Dimensionen ausgesetzt und können kaum Momente der Entspannung genießen, ohne dass sie Ausgrenzung oder Abwertung oder einer direkten Gefahr ausgesetzt sind.
Uns ist es wichtig, mit Euch darüber zu sprechen, was die einzelnen Formen und ihre Dimensionen für die Betroffenen bedeuten.

Als PECO-Institut engagieren wir uns gemeinsam mit der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) für eine offene Gesellschaft und ein solidarisches Miteinander. Die Branchen unserer Gewerkschaft sind Arbeitsfelder, in denen sehr viele unterschiedliche Menschen arbeiten und sich bewegen. Lasst uns gemeinsam der Frage nachgehen, wie wir die Gedanken von Solidarität und Mitbestimmung – die Gewerkschaft in den Grundzügen prägen – für uns und unsere Umgebungen so leben können, dass wirklich alle Menschen davon profitieren.

In den Berufen vom Baugewerbe beispielsweise sind rassistische Bezeichnungen für Werkzeug nicht unüblich und auch in den anderen Branchen der BAU sind „Spitznamen“, die z.B. Homosexuelle abwerten, nicht selten. Im Alltag im Betrieb stellt sich dann häufig die Frage, wie damit umzugehen ist und was man denn als einzelne Person wirklich tun kann. Denn in die direkte Konfrontation mit der Person zu gehen ist erst einmal unangenehm und nicht vorstellbar. Was wie und warum getan werden kann, dazu möchten wir mit Euch weiterarbeiten und Möglichkeiten entwickeln.