Demokratiebildung

Das Ziel unserer Arbeit ist es, der Ausgrenzung und Abwertung innerhalb der Belegschaften in den Betrieben der Branchen der IG BAU entgegenzuwirken und die Ausbreitung von diskriminierendem Gedankengut zu bekämpfen.
Wir möchten mit allen Interessierten der Branchen an einem grundlegenden Verständnis füreinander arbeiten und uns mit Denkmustern, die auf Konkurrenzdenken und Vorurteilen aufbauen, auseinandersetzen und Gegenstrategien entwickeln.


Bildausschnitt einer Berufsschulklasse, ein Schüler im vorderen Bildbereich meldet sich.

Wofür wir uns einsetzen

  • Stärkung von kollegialem Miteinander

    Der Arbeitsplatz ist ein Ort, an dem große Teile der Gesellschaft viel Zeit verbringen. Je nach Stundenumfang bis zu 40 Stunden in der Woche. Das Betriebsklima bestimmt, wie wohl oder auch unwohl sich Menschen in dieser Zeit fühlen. Ausfälle wegen Burnout und weiteren Krankheitsbildern sind seit Jahren im Anstieg. Gründe für viele Erkrankungen sind Mobbing und Diskriminierung. Wir arbeiten gemeinsam mit Beschäftigten und Belegschaften daran, dass Ausgrenzung und Abwertung im betrieblichen Alltag abnehmen und ein kollegiales Miteinander, das auf gegenseitigem Verständnis beruht und in dem Diskriminierungen keinen Raum haben, ausgebaut wird.

  • Prävention rechtsextremer Einflussnahme

    Das Ziel unserer Arbeit ist es, die Polarisierung zwischen und innerhalb der Belegschaften in den BAU-Branchen zu thematisieren und der Ausbreitung von Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus entgegenzuwirken. Wir möchten mit allen Interessierten an einem grundlegenden Verständnis füreinander arbeiten und uns mit Denkmustern, die auf Konkurrenzdenken und Vorurteilen aufbauen, auseinandersetzen und Gegenstrategien entwickeln. Mit unseren kostenfreien Projekten richten wir uns an die Aktiven in Baugewerbe, Land- und Forstwirtschaft sowie der Gebäudereinigung. Wir unterstützen in der ehrenamtlichen Arbeit vor Ort, beim Engagement im Betrieb und organisieren Projekttage in Berufsschulen und Ausbildungszentren.

  • Solidarität in der Gesellschaft

    Insbesondere in einem gewerkschaftsnahen Umfeld ist das Wort Solidarität omnipräsent. Spätestens seit der Pandemie wird aber auch an vielen anderen Stellen mehr über Solidarität gesprochen. Uns ist es wichtig darauf zu schauen, wie dieses Wort mit Leben gefüllt wird. Also was meinen Menschen, wenn sie über Solidarität sprechen? Mit wem ist man gerne solidarisch und mit wem nicht und aus welchen Gründen? Unser Ansatz verfolgt das Ziel, dass Solidarität für alle Menschen gilt und niemand ausgeschlossen wird. Wir wollen gemeinsam mit unseren Teilnehmenden daran arbeiten, dass eigene Positionen hinterfragt werden und die gleichen Rechte für alle gelten.

Team Demokratiebildung

Im Team Demokratiebildung arbeiten für Euch fünf Bildungsreferentinnen und eine -koordination.
Mit vielen Erfahrungen aus den Zeiten, die wir in Betrieben, an Universitäten, auf Höfen und in prekären Arbeitsverhältnissen verbracht haben, bringen wir Kompetenzen zu Themen wie Rechtsextremismusprävention, Rassismus, Antisemitismus, Klassismus und (Hetero-)Sexismus mit.

Wir gestalten unsere Workshops mit einer intersektionalen Perspektive. Das bedeutet, dass wir uns bemühen ganz unterschiedliche Perspektiven einzubeziehen in die Themen, zu denen wir arbeiten und unterschiedliche Formen von Ausgrenzung und Abwertung mitdenken. Denn viele Menschen in unserer Gesellschaft müssen in ihrem Alltag Diskriminierungen aufgrund ganz verschiedener Merkmale erleben.

Das Ziel unserer Arbeit ist es, mit Workshops, Informationen und Netzwerkarbeit dazu beizutragen, dass im Arbeitsalltag von Beschäftigten weniger Ausgrenzung und Abwertung präsent sind.

Annika Tete (sie/ihr) annika.tete@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Antidiskriminierungsarbeit
  • Migration und Arbeit
Antonia Schmider (sie/ihr) antonia.schmider@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Beteiligung
  • Zielgruppenorientierung
Friederike Clausen (sie/ihr) friederike.clausen@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Extreme Rechte
  • Gesellschaftspolitische Diskurse
Irina Grinkevich (sie/ihr) irina.grinkevich@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Historischer Nationalsozialismus
  • Gedenkstättenpädagogik
Sylvana Hanisch (sie/ihr) sylvana.hanisch@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Gleichstellung
  • Antidiskriminierungsarbeit
Mareike Vorpahl (sie/ihr) mareike.vorpahl@peco-ev.de Schwerpunkte:
  • Netzwerkarbeit
  • Administration
  • Tel.: +49 30 246 39 530
  • Mobil.: +49 157 526 829 30
Bildausschnitt einer weißen Person die sitzt und in der linken Hand eine Zitrone hält, in der rechten Hand einen Stift.

Workshops für Beschäftigte

In unterschiedlichen Workshops bearbeiten wir mit unseren Teilnehmenden verschiedene Themen im Bereich der Antidiskriminierungsarbeit. Unsere Workshops sind interaktiv und immer auf das Erfahrungswissen und die Beteiligung der Beschäftigten angewiesen. Wir gestalten unsere Konzepte so, dass der Austausch zwischen den Teilnehmenden ausreichend Raum und Zeit bekommt und im Fokus steht, wie mit der Herausforderung im Arbeitsalltag umgegangen werden kann, eine zum Beispiel rassistische Kollegin oder einen antisemitischen Kollegen zu haben.

Szene in einer Berufsschulklasse, in der Bildmitte steht eine Bildungsreferentin, die mit den Schüler*innen interagiert. Die Personen im Bild sind weiß gelesen.

Berufsschularbeit

In den Berufsschulen werden die Fachkräfte unserer Branchen ausgebildet und bekommen das Handwerkzeug für ihre Arbeit in den Betrieben an die Hand, dass sie für die komplexesten Aufgaben qualifiziert. Neben der fachlichen Ausbildung sind aber auch andere Inhalte für ein funktionierendes Miteinander in der Praxis relevant. Mit unseren Projekttagen an den Berufsschulen werden die Schüler*innen für diskriminierende Äußerungen sensibilisiert und verstehen gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Unsere Angebote für Berufsschulen sind an den Rahmenlehrplänen der Länder orientiert und so leicht in den Schulalltag integrierbar. Wir bieten ein- bis zweitägige Projekttage an.

Bild einer Person die das Wort "Geschlecht" auf eine Moderationskarte schreibt. Die Person ist von hinten aufgenommen und weiß gelesen..

Fachstelle Antisemitismus in der IG BAU

In unserer Gesellschaft und damit auch in unseren Branchen werden immer wieder Vorfälle gemeldet, dass einzelne Mitglieder antisemitische Äußerungen tätigen. Es kommt auch immer wieder zu dem Teilen problematischer Inhalte in den sozialen Medien. Antisemitische Bilder und Vorurteile sind oft seit Jahrhunderten in unserer Gesellschaft und vielen Menschen einfach nicht bewusst. Wir wollen dazu beitragen, dass Antisemitismus schneller erkannt wird und wir uns gemeinsam gegen diese Bilder zur Wehr setzen.

Unsere Angebote

Alle Angebote

Je nachdem wie Du in welcher Form Du mit einer der IG BAU-Branchen zu tun hast, unterscheidet sich unser Angebot für Dich.


Bist Du Beschäftigte*r in einem Betrieb der IG BAU Branche Baugewerbe, Gebäudereinigung oder in der Land- und Forstwirtschaft? Wir kommen gerne in Deinen Betrieb und bieten einen Workshop für Gruppen ab fünf Personen an. Ihr könnt uns als ganze Belegschaft buchen, als freigestellte Betriebsrät*innen oder als am Thema Interessierte an einem Wochenende.
Zusammen können wir viel erreichen und verändern!


Bist Du ehrenamtlich in der IG BAU aktiv? Dann laden wir Dich herzlich auf unsere Wochenend-Seminare ein. In den Workshops setzen wir uns mit den Themen rund um Demokratie und Solidarität auseinander, die wir mit Eurer Region und Euch gemeinsam vorher festlegen. Zusammen gestalten wir unsere Gewerkschaft!


Du bist Lehrkraft an einer Berufsschule oder in einem Ausbildungszentrum und nimmst undemokratische Äußerungen im Klassenzimmer wahr? Dann lade uns gerne in Deine Berufsschule ein und wir führen einen Projekttag bei Dir durch. Zusammen können wir die Zukunft gestalten!


Berufsschularbeit

In den Berufsschulen werden die Fachkräfte unserer Branchen ausgebildet und bekommen das Handwerkzeug für ihre Arbeit in den Betrieben an die Hand, dass sie für die komplexesten Aufgaben qualifiziert. Neben der fachlichen Ausbildung sind aber auch andere Inhalte für ein funktionierendes Miteinander in der Praxis relevant. Mit unseren Projekttagen an den Berufsschulen werden die Schüler*innen für diskriminierende Äußerungen sensibilisiert und verstehen gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Unsere Projekttage orientieren sich an den Rahmenlehrplänen der Länder und sind für die Einrichtungen kostenfrei.

Kontakt:
Berufsschularbeit
berufsschultage@peco-ev.de

Vielfalt und Toleranz - Berufsschultage für das bayrische Baugewerbe

In den Berufsschulen werden die Fachkräfte unseres Gewerbes ausgebildet und bekommen das Handwerkzeug für ihre Arbeit auf den Baustellen und in den Betrieben an die Hand, dass sie für die komplexesten Aufgaben qualifiziert. Neben der fachlichen Ausbildung sind aber auch andere Inhalte für ein funktionierendes Miteinander relevant. Mit unseren Projekttagen an den bayrischen Berufsschulen werden die Schüler*innen für diskriminierende Äußerungen sensibilisiert und verstehen gesamtgesellschaftliche Zusammenhänge. Alle Angebote werden in Anlehnung an den Lehrplan (Fach „Politik und Gesellschaft“) an Ihrer Schule oder Ihrem Ausbildungszentrum durchgeführt. Für eine Übersicht unserer Berufsschultage wenden Sie sich bitte an Irina Grinkevich. Das Projekt ist gefördert durch die Stiftung bayrisches Baugewerbe.

Kontakt:
Berufsschularbeit
berufsschultage@peco-ev.de

Diskriminierung: Was hat das mit mir zu tun? - Kollegialer Umgang mit allen

Weiblich / schwul / behindert / nicht-deutsch / ohne Abitur… Gründe für Abwertung und Ausgrenzung gibt es viele. Für eine Gewerkschaft, in der sich alle Arbeitnehmer*innen willkommen und gut aufgehoben fühlen, ist es an uns, Veränderungen anzustoßen. Wir alle wachsen mit Vorurteilen und Schubladen auf, die hilfreich sein können, um durch das Leben zu navigieren. Aber wann steckt in einer Schublade ein harmloses Bild und wann eine ausgrenzende Diskriminierung? Wir wollen uns mit Konkurrenzdenken und Vorurteilen auseinandersetzen und gemeinsam Strategien entwickeln, dem mit Solidarität etwas entgegenzusetzen.

Publikationen zum Thema

Alle Publikationen
Titelseite des Abschlussberichtes der Initiative für betriebliche Demokratiekompetenz.

Abschlussbericht BDK

Der Abschlussbericht stellt zentrale Ergebnisse und Erkenntnisse des Programms in der Laufzeit zwischen Juni 2021 und Dezember 2024 dar, wertet diese aus und stellt ausgewählte Ansätze Guter-Praxis vor.

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Bild vom Cover der Broschüre "Vorurteile und Ungleichheiten: Diskriminierung erkennen".

Vorurteile & Ungleichheiten: Diskriminierung erkennen

In dieser Broschüre findest du Informationen zu verschiedenen Formen von Diskriminierung und ihren Auswirkungen auf Betroffene.

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Projekten zum Thema

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Demokratiewerkstätten für Betriebe

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